
Der Defender Octa ist vielleicht unser liebstes geländegängiges Performance-SUV auf dem Markt. Und auch wenn das nicht nach viel klingt, erhebt sich der Octa selbst über einige heiße Kompaktsportler und Sportwagen hinaus zum Fahrerauto. Tatsächlich schlug er sowohl den Audi RS3 als auch den Mercedes-AMG GT63 Pro in der Wertung des letztjährigen evo Car of the Year Tests. Für das Modelljahr 2027 nimmt Land Rover jedoch eine mäßig besorgniserregende Änderung vor: Die Leistung des Octa wird von 626 PS auf 533 PS reduziert.
Hersteller feiern normalerweise Leistungssteigerungen, daher sollte es keine Überraschung sein, dass das Gegenteil bei dieser ‚Herabstufung‘ passiert. Der einzige Beweis dafür, dass es passiert, steht im letzten Absatz dieser Pressemitteilung und in der Spezifikationstabelle unten, wo der Octa-Antriebsstrang als ‚P540‘ statt ‚P635‘ bezeichnet wird. Erfreulicherweise bleibt das Drehmoment bei gesunden 553 lb-ft, und der Sprint von 0 auf 100 km/h verlängert sich nur geringfügig von zuvor 4,0 Sekunden auf nun 4,3 Sekunden.
Die Änderung erfolgt aus demselben Grund, aus dem BMW den Antriebsstrang seines M5 neu kalibrieren musste, um die Euro-7-Abgasnormen zu erfüllen. Der Unterschied hier ist, dass der V8 des M5 zwar auf 536 PS statt 577 PS herabgestuft wurde, aber ein Hybrid-Element hat, das angepasst wurde, um die Lücke zu schließen und seine Gesamtleistung von 717 PS zu halten. Der Defender, ein Mild-Hybrid, hat diesen Luxus nicht. Andererseits wiegt der M5 in der Touring-Version aufgrund seiner großen Batterie fast genauso viel wie der Defender.
Erfreulicherweise hat Land Rover das Abgassystem des Defender Octa überarbeitet, um einen ‚charaktervolleren und tieferen Auspuffklang zu liefern, der einen echten V8-Sound bietet‘, was mit einem neuen Abgaskrümmer erreicht wird. Etwas langsamer, nicht ganz so potent in einem Spiel von Top Trumps, aber klingt besser. Hört sich gar nicht so schlecht an.
Defender-Modellpflege

Was die Antriebsstränge betrifft, so verlässt neben der Entschärfung des Defender Octa auch der Kompressor-V8 die Modellpalette. An seine Stelle tritt nach einer Auszeit aus der Baureihe eine neue 375-PS-Version des Mild-Hybrid-3-Liter-Ingenium-Reihensechszylinders. Es ist ein seltsamer Moment der Kreislaufwirtschaft, da der V8 den Benzin-Sechszylinder in der Baureihe erst im Mai 2024 ersetzt hatte. Das Ende des 5-Liter-V8 zeichnet sich seit langem ab, und die Euro-7-Normen sind der letzte Nagel zum Sarg. Die Diesel-Sechszylinder D250 und D350 bleiben ebenso erhalten wie der Plug-in-Hybrid.
- Beste Performance-SUVs 2026 – Supersportwagen-Leistung in einem familienfreundlichen Paket
Nennen Sie es eine Modellpflege, denn das ist es im Grunde. Es ist definitiv die umfassendste Aktualisierung des Designs und der Ausstattung des Defender seit seiner Einführung im Jahr 2019. Neu für das Modelljahr 2027 ist der Vertex, der in der Preisliste neben dem X steht und deutlich überarbeitete ‚verlängerte‘ Front- und Heckschürzen mit neuen Details und einem überarbeiteten Kühlergrill aufweist. Es gibt auch einen neuen, markanteren Heckspoiler und serienmäßige 22-Zoll-Räder, wobei 20-Zöller optional sind.
Das ‚Extended Exterior Pack‘, das die auffälligste Änderung am Vertex darstellt, ist auch als Option für die Ausstattungen X-Dynamic SE und HSE erhältlich. Die größte Änderung im Innenraum des Defender für das Modelljahr 2027 ist, dass es nun eine Sechssitzer-Konfiguration für den 110 gibt, bei der einzelne Kapitänssitze für die zweite Reihe die Sitzbank ersetzen. Es gibt zudem neue Lackoptionen in der gesamten Baureihe sowie neue Materialien für den Innenraum, darunter Ebony Forged Textile, ein 100-prozentiges Polyester-Gestrick.
Die neue Defender-Baureihe wird im Herbst zu einem Preis ab 58.655 £ in den Verkauf gehen. Der Vertex wird ab 92.635 £ kosten, während der überarbeitete Octa ab 147.245 £ erhältlich sein wird, 800 £ weniger als zuvor.










