Start Global Apollo Evo Caribbean Dragon: „stacheliges“ Äußeres, atmosphärischer V12 und ein enormer Preis

Apollo Evo Caribbean Dragon: „stacheliges“ Äußeres, atmosphärischer V12 und ein enormer Preis

Apollo Evo Caribbean Dragon: «колючая» внешность, атмосферный V12 и огромная цена

Die Firma Apollo Automobil hat im Rahmen des Goodwood Festival of Speed (Großbritannien) das erste Kundenexemplar des Rennstrecken-Supersportwagens Evo vorgestellt, das den Namen Caribbean Dragon trägt.

Die Premiere des Apollo Evo fand im Herbst letzten Jahres statt, angekündigt wurde er bereits 2021. Der Apollo Evo ist eine Weiterentwicklung des in Kleinserie gefertigten Straßen-Supersportwagens Apollo Intensa Emozione und ist ausschließlich für die Rennstrecke bestimmt – eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr hat er nicht. Das Unternehmen Apollo Automobil selbst, das in Deutschland ansässig ist und von einem Eigentümer aus Hongkong finanziert wird, ist aus der bankrotten Firma Gumpert hervorgegangen, die von 2005 bis 2012 den Mittelmotor-Supersportwagen Apollo mit einem Audi V8-Motor produzierte.

Am vergangenen Wochenende wurde auf dem Goodwood Festival of Speed das erste von zehn zur Produktion vorgesehenen Exemplaren des Apollo Evo vorgestellt. Das erste Auto wurde für Fred Grifhorst, einen Unternehmer und leidenschaftlichen Automobilsammler aus den Niederlanden, gefertigt. Jedes der zehn Autos wird einer tiefgreifenden Individualisierung für den jeweiligen Besitzer unterzogen. Grifhorsts Exemplar erhielt den Namen Caribbean Dragon, der sein monströses Design und die vielen blauen Akzente in der Dekoration widerspiegelt, die an das Karibische Meer erinnern. In den Kohlefaserteilen werden insbesondere blaue Fäden verwendet.

Die Basis des Apollo Evo bildet eine Kohlefaser-Monocoque, die meisten äußeren Karosserieteile bestehen ebenfalls aus Kohlefaser. Die aerodynamischen Anbauteile können bis zu 1350 kg Abtrieb erzeugen, während der Supersportwagen selbst 1300 kg wiegt. Das Exemplar Caribbean Dragon erhielt eine einzigartige, im 3D-Druckverfahren hergestellte Abgasanlage aus einer Titanlegierung: Der Krümmer hat keine Schweißnähte, und die Oberfläche erinnert an Drachenhaut.

Der zweisitzige Innenraum des Apollo Evo protzt mit einer reichen Auswahl an Aluminiumteilen, die gefräst oder im 3D-Druckverfahren hergestellt wurden. Anstelle eines traditionellen Lenkrads ist ein abgeflachtes Sportlenkrad mit offenem Kranz verbaut, auf den Kohlefaser-Speichen befinden sich Tasten zur Auswahl der Getriebemodi. Das Kombiinstrument besteht aus drei Bildschirmen, auf den linken und rechten Bildschirm werden Bilder von den Rückfahrkameras übertragen.

Hinter dem Innenraum des Apollo Evo befindet sich ein bei HWA AG überarbeiteter 6,3-Liter-Saugmotor Ferrari V12 der Familie F140 V12, seine maximale Leistung beträgt 800 PS und 765 Nm. Die gesamte Leistung wird über ein sequenzielles 6-Gang-Getriebe an die Hinterräder übertragen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 2,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 335 km/h. Für zuverlässige Verzögerung sorgen enorme Carbon-Keramik-Bremsen.

Der Apollo Evo Caribbean Dragon hat Fred Grifhorst rund drei Millionen Euro gekostet. Ob die anderen neun Exemplare der Öffentlichkeit gezeigt werden, ist derzeit nicht bekannt. Auch die weiteren kreativen Pläne des Unternehmens Apollo Automobil wurden bisher nicht bekannt gegeben.

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