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Polestar zieht sich aus den USA zurück und bereitet sich auf die Premiere des Crossover-Kombis Polestar 4 SUV für Europa vor

Polestar уходит из США и готовится к премьере кросс-универсала Polestar 4 SUV для Европы

Das schwedische Elektroauto-Unternehmen Polestar wurde aufgrund seiner Verbindung zu China faktisch aus den USA verdrängt, doch es lässt sich nicht entmutigen und bündelt seine Kräfte für den Geschäftsausbau in Europa. Für den 2. September ist der Verkaufsstart des mittelgroßen Crossover-Kombis Polestar 4 SUV angesetzt.

Ende Juni teilte die Pressestelle von Polestar mit, dass das US-Handelsministerium dem Unternehmen keine Verkaufsgenehmigung für Fahrzeuge des Modelljahres 2027 erteilt habe, da Polestar die im letzten Jahr verabschiedeten Vorschriften für vernetzte Fahrzeuge nicht erfülle. Diese Vorschriften zielen darauf ab, die USA vor potenzieller Spionagesoftware und elektronischen Komponenten zu schützen, die mit China oder Russland in Verbindung stehen. Bekanntlich gehört Polestar zum chinesischen Konzern Geely; die US-Behörden waren der Ansicht, dass das Unternehmen auf IT-Ebene zu eng mit China verbunden sei, und verlängerten daher die Verkaufsgenehmigung für Fahrzeuge in den USA nicht. Polestar legte gegen diese Entscheidung keinen Einspruch ein, sondern kündigte lediglich den erzwungenen Rückzug vom amerikanischen Markt an; derzeit verkaufen die Händler die Restbestände ab.

Das Flaggschiff-Crossover Polestar 3 wird sogar in den USA im Volvo-Werk in Ridgeville (Bundesstaat South Carolina) produziert, während der Polestar 4 aus Südkorea in die USA kommt. Für die US-Behörden ist jedoch nicht der Montageort entscheidend, sondern der Standort der Server, die die Fahrzeuge betreuen. Auch die Unternehmen Volvo Cars und Lotus gehören zu Geely, verfügen aber über eigene IT-Ökosysteme, die vor direkter Kontrolle aus China geschützt sind, weshalb sie vorerst weiterhin in den USA tätig sein können. Theoretisch hätte Polestar sein IT-Ökosystem aus China verlagern können, doch auf den US-Markt entfallen nur 6% seiner Verkäufe, daher entschied man sich, keine Zeit und Mühe in die Anpassung an die neuen Vorschriften zu investieren.

Nun knüpft Polestar seine Zukunft hauptsächlich an den europäischen Markt, auf den rund 80% seiner Verkäufe entfallen. Die Verkäufe von Polestar in China wurden im letzten Jahr eingestellt. Die nächste Neuheit, der Polestar 4 SUV (auf dem Titelfoto zu sehen), richtet sich ebenfalls hauptsächlich an europäische Käufer, die nach wie vor Fahrzeuge mit Kombi-Karosserie lieben. Der Verkauf des Polestar 4 SUV beginnt am 2. September, die Premiere findet entweder am selben Tag oder etwas früher statt.

Derzeit wird der Polestar 4 nur als Schräghecklimousine mit einer geschlossenen Heckklappe angeboten, was dazu führt, dass Besitzer beim Einparken häufig das Heck beschädigen. Der Kombi wird eine „normale“ Heckklappe mit Glas haben, sodass es keine Parkprobleme geben sollte.

Der Kombi auf Basis des Polestar 4 wurde bereits im Februar dieses Jahres zusammen mit anderen Neuheiten des Unternehmens angekündigt, aber erst heute wurde bekannt gegeben, dass er Polestar 4 SUV heißen wird. Die Schräghecklimousine Polestar 4 wurde im Mai dieses Jahres in Polestar 4 Coupe umbenannt und erhielt ein modernisiertes Fahrwerk (verbessertes Handling und Fahrkomfort), das auch der Kombi bekommen wird.

Hinsichtlich der Antriebe werden Polestar 4 Coupe und Polestar 4 SUV wahrscheinlich vollständig vereinheitlicht: Es wurde angekündigt, dass die basische Einmotor-Version mit einer Ladung bis zu 630 km nach WLTP-Zyklus zurücklegen kann, während die Top-Zweimotor-Version über 544 PS verfügen wird. Weitere Details erfahren wir am 2. September. Produziert wird der Polestar 4 SUV am gleichen Ort wie die Schräghecklimousine – im südkoreanischen Busan.

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