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Der dritte Tag der „Hügel Russlands“: Massenstrafen und der Kampf gegen die Technik

Третий день «Холмов России»: массовые штрафы и борьба с техникой

Oblast Samara, Sysran, 20. Juli 2026. Der dritte Renntag der Rallye „Hügel Russlands“ endete mit dem Umzug des Biwaks von Uljanowsk in die Oblast Samara. Die Crews absolvierten zwei Sonderprüfungen: WP-4 (172,68 km) und WP-5 (82,79 km). Der Tag war schnell, wurde aber gleichzeitig zu einer echten Herausforderung für Technik und Navigationsfähigkeiten. Hitze, Schlamm und ein aggressives Tempo führten bei vielen Teilnehmern zu Pannen, und die Sportkommission fällte eine Rekordzahl von Entscheidungen über Strafen für Abweichungen von der Route.

Für das Team „GAZ Raid Sport“ verlief der Tag unterschiedlich: Die Crew Alexej Chlebov und Jewgeni Pawlow im „GASel NEXT“ zeigte ein phänomenales Tempo, trotz eines technischen Defekts, und baute ihre Führung in der Klasse „R“ deutlich aus. Alexander Semjonow und Dmitri Ochotnikow im „Sobol NN“ hatten mit schweren Pannen zu kämpfen, zeigten aber Charakter und erreichten das Ziel. Auch die Lkw-Crews des Teams beendeten die Etappe.

Jewgeni Pawlow: „Wir kämpften mit dem Gaspedal, nicht mit der Strecke“

Die Crew Chlebov/Pawlow beendete die WP-4 mit einer Zeit von 2:03:01 (plus 2 Minuten Strafe für Geschwindigkeitsüberschreitung in der OS-Zone und 2 Minuten für das Abkürzen der Route) und die WP-5 mit 1:07:07. Die Endzeit der dritten Etappe inklusive aller Strafen betrug 3:12:28, womit sie ihre Führung in der Klasse „R“ (Platz 1) festigten, auf den neunten Platz der Gesamtwertung und auf den dritten Platz in der Absolutwertung aufstiegen. Dabei hatte die Crew ein unerwartetes Problem: Von Beginn der WP-4 an fiel das Gaspedal aus.

Alexander Semjonow: „Die Hälfte der Strecke gefahren, die Hälfte repariert“

Für die Crew Semjonow/Ochotnikow wurde der Tag zu einer echten Belastungsprobe. Am „Sobol NN“ wurden die Schrauben am hinteren Stoßdämpfer abgeschert, die Antriebswellen rissen, das Kugelgelenk flog ab. Die Crew baute das Auto buchstäblich auf dem Feld wieder zusammen, erreichte aber dennoch das Ziel. Auf der WP-4 zeigten sie eine Zeit von 3:14:11, aber auf der WP-5 hatten sie ernsthafte Schwierigkeiten: Verspätung am Zeitkontrollpunkt, Überschreitung der Sollzeit und das Nichtanfahren eines Kontrollpunktes führten zu einer Strafe von 5 Stunden und 24 Minuten und einer Endzeit auf der WP-5 von 7:30:00. Nach drei Etappen belegt die Crew den dritten Platz in der Klasse T2.

Massenstrafen auf WP-4: Der Cut, der alle zwei Minuten kostete

Der dritte Tag blieb nicht nur wegen der Geschwindigkeiten und Pannen in Erinnerung, sondern auch wegen der Urteile der Sportkommission. Für eine Abweichung von der Route auf der WP-4 (Cut zwischen den Positionen 178 und 180) erhielten gleich 18 Crews zwei Minuten Strafe! Von den Strafen waren praktisch alle Spitzenreiter in allen Klassen betroffen: Nr. 202 (A. Tscherkessow), Nr. 203 (A. Nowikow), Nr. 204 (A. Tscherednikow), Nr. 205 (D. Tscherkessow), Nr. 208 (W. Lubeschkin), Nr. 212 (A. Melnikow), Nr. 215 (M. Mitjajew), Nr. 216 (A. Chlebov), Nr. 218 (M. Kirpilew), Nr. 219 (S. Usok), Nr. 301 (D. Sotnikow), Nr. 302 (S. Wjasowitsch), Nr. 303 (E. Nikolajew), Nr. 304 (A. Achmedow), Nr. 305 (J. Naiman), Nr. 307 (W. Murylew), Nr. 308 (D. Awdejew), Nr. 310 (I. Koroljow), Nr. 311 (A. Filjakin) und Nr. 312 (A. Scheludko).

Die Episode zeigte, wie wichtig die Navigation bei den „Hügeln Russlands“ ist: Selbst die Spitzenreiter sind vor Fehlern auf schnellen und unübersichtlichen Streckenabschnitten nicht gefeit. Das Roadbook war an dieser Stelle mehrdeutig, und praktisch alle Crews tappten in dieselbe Falle.

​ Gesamtbild nach drei Etappen

Nach drei Etappen führt in der Absolutwertung die Crew von Eduard Nikolajew im KAMAZ Extreme Plus (6:23:01), Zweiter ist Sergej Wjasowitsch im MAZ 6440RR (+0:32), Dritter Dmitri Sotnikow im KAMAZ-435091 (+1:03). In der Absolutwertung liegt weiterhin Alexej Tscherkessow vorn, und Andrej Nowikow ist weiterhin Zweiter, nur 23 Sekunden hinter dem Belgoroder. Alexej Chlebov ist Dritter in der Absolutwertung, belegt zudem den neunten Platz in der Gesamtwertung und führt souverän in der Klasse „R“. In der T2 bei den serienmäßigen Geländewagen gibt es ebenfalls keine Veränderung – Andrej Suschenzow liegt auf dem ersten Platz.

Morgen, am 21. Juli, erwartet die Crews die letzte Sonderprüfung WP-6 mit einer Länge von fast 200 km, im Anschluss daran findet die feierliche Siegerehrung statt. Für GAZ Raid Sport ist dies die letzte Chance, ihre Positionen zu festigen und das Rennen mit einem positiven Abschluss zu beenden. Die Mechaniker arbeiten bereits an der Instandsetzung der Fahrzeuge, um sie für das letzte Gefecht bereit zu machen.

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