
Der elektrische Schrägheck-Ferrari Luce mit dem Fahrgestell Nummer 0 erhielt eine exklusive weiße Lackierung. Er wird am 15. August auf der Auktion von RM Sotheby’s im Rahmen der Automobilwoche in Monterey (USA, Bundesstaat Kalifornien) versteigert, der Erlös geht an wohltätige Zwecke.
Der Ferrari Luce debütierte am 25. Mai – es ist wahrscheinlich die lautstärkste und gleichzeitig umstrittenste Automobilpremiere des Jahres 2026. Die Öffentlichkeit lehnte das für Ferrari sehr untypische Design des Luce ab, für dessen Entwicklung das kalifornische Studio LoveFrom unter der Leitung von Jony Ive verantwortlich war, der den modernen Stil der Apple-Geräte geschaffen hat.


Die Unzufriedenheit mit dem Design traf auf einen sehr hohen Preis: In Europa kostet der Luce ab 550.000 Euro, in den USA liegt der Einstiegspreis bei etwa 645.000 Dollar. Dabei sind die technischen Daten des Luce im Vergleich zu den besten chinesischen Pendants recht durchschnittlich: Der Vierzylinder-Antriebsstrang leistet 772 kW (1050 PS) und 990 Nm, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 2,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 310 km/h, die Batteriekapazität liegt bei 122 kWh, die Reichweite mit einer Ladung beträgt 530 km nach WLTP-Zyklus.



Laut Insidern wirkt sich die kühle Aufnahme des Luce negativ auf die Verkaufszahlen aus. Ferrari muss sein erstes Elektroauto quasi als Zugabe verkaufen: Kunden, die den Luce bestellen, erhalten im Gegenzug eine Bevorzugung in der Warteschlange für die gefragtesten Benzinmodelle und Zugang zu limitierten Sportwagen. Dennoch wird das wahre Marktpotenzial des Luce erst nach dem ersten vollen Verkaufsjahr, also 2027, erkennbar sein.

In der Zwischenzeit wird das „Null-Exemplar“ des Ferrari Luce am 15. August bei der Auktion von RM Sotheby’s verkauft. Die Experten von RM Sotheby’s erwarten, dass der Preis des „Null-Luce“ 1.100.000 Dollar erreichen wird, wobei das Elektroauto ohne Reserve versteigert wird, also auf jeden Fall einen Käufer finden wird.



Das „Null-Exemplar“ durchlief das Individualisierungsprogramm Ferrari Tailor Made. Die Karosserie ist in der exklusiven, speziell für dieses Auto entwickelten halbglänzenden weißen Farbe Madreperla lackiert, die je nach Intensität und Einfallswinkel des Lichts ihre Schattierungen von Grün bis Violett ändern kann. Die Felgen, die Bremssättel und die Ferrari-Logos an den Vordertüren sind ebenfalls in Weiß gehalten.

Der Innenraum ist mit der schweizerischen metallisierten Perla-Lederausstattung Le Mans in Weiß aus der Kollektion Ferrari Tailor Made bezogen. Dieses Leder streut das Licht im Innenraum und verstärkt das Raumgefühl. Der Lenkradkranz und das obere Armaturenbrett sind anstelle des üblichen Schwarz mit grauem Leder in Grigio Corvara bezogen. An die Einzigartigkeit dieses Exemplars wird den Besitzer eine Gedenkplakette erinnern.

Der Erlös aus dem Verkauf des „Null-Ferrari Luce“ fließt in die Finanzierung der Wohltätigkeitsstiftung The Ferrari Foundation, die verschiedene Bildungsprojekte und -einrichtungen unterstützt sowie Menschen hilft, die mit Lähmungen leben.










