Start News Kein Glück im Leben: Warum jede Autonachricht Niedergeschlagenheit hervorruft

Kein Glück im Leben: Warum jede Autonachricht Niedergeschlagenheit hervorruft

Нет в жизни счастья: почему любая автомобильная новость вызывает уныние

Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten wir eine Neuigkeit über die neuen Motoren von AWTOWAS. Und natürlich meldeten sich sofort in den Kommentaren diejenigen zu Wort, bei denen sie negative Emotionen hervorrief. Manchmal provozieren solche Reaktionen dazu, alles hinzuwerfen und gar nichts Neues mehr zu melden: Egal, was wir schreiben, manche finden immer einen Grund, sich in Sack und Asche zu hüllen und die Automobilindustrie eines jeden Landes in Grund und Boden zu verdammen. Obwohl das Problem, so muss man sagen, oft in eben diesem Kopf liegt, nicht in der Autoindustrie.

Ich werde die Neuigkeit nicht umschreiben, sie kann hier gelesen werden. Wenn man den Link nicht öffnen möchte, dann erinnere ich an den Kern: AWTOWAS startet die Produktion neuer Motoren mit 1,6 und 1,8 Litern Hubraum. Ist das gut? Meiner Meinung nach sogar sehr. Aber auch hier fanden einige einen Grund zur Kritik. Zum Beispiel wurden hier irgendwie Klagen über das Fehlen eines eigenen Automatikgetriebes angehängt. Darüber haben wir bereits gesprochen: Ein solches Automatikgetriebe würde so viel kosten wie ein Superjet, aufgrund des geringen Produktionsvolumens und der enormen Investitionen in Entwicklung und Fertigung. Stellen wir doch dieselbe Forderung zum Beispiel an BMW: Warum verbauen die irgendwelche ZF? Wo ist das BMW-Automatikgetriebe? Pfui, so zu sein, ihr Schwächlinge. Oder erinnern wir uns an die Automatikgetriebe von Jatco, die sie in alles Mögliche gestopft haben, von Nissan und Infiniti und von WAS bis Suzuki. Ist es ihnen allen zu schwer, ihre eigenen Getriebe zu bauen? Vielleicht nicht, aber so ist es viel profitabler: Es gibt einen Hersteller, der seine Automatikgetriebe an viele Unternehmen liefert. Das ist ein normales Arbeitsmodell. Wohin sollte AWTOWAS seine eigenen Automatikgetriebe liefern? An sich selbst? Lächerlich.

Ein weiterer lächerlicher Vorwurf ist das Fehlen eines Turbos. Ja, ja, jetzt ist genau die richtige Zeit für einen Hersteller von Massenfahrzeugen, turbogeladene Motoren in Serie zu bringen. Die werden jetzt dringend für die Lada Iskra und Vesta gebraucht. Das ist nicht einmal Ironie, das ist Sarkasmus. Wisst ihr überhaupt, wovon ihr redet? Wie viele Käufer wird eine turbogeladene Iskra finden? Und wer wird am Ende für die Entwicklung einer solchen Version bezahlen? Richtig – die Käufer der normalen Niwa, Granta und Vesta. Und braucht das irgendjemand?

Und nun das i-Tüpfelchen. Das zitiere ich doch: „135 PS aus 1,8 Litern Hubraum. Noch etwa 25 Jahre, und sie erreichen das Niveau von 140-145 PS, wie die japanischen Motoren der frühen 2000er, nachdem sie nebenbei eine gewisse Anzahl von Milliarden an Investitionen verbraucht haben.“ Ach ja? Na, dann erinnern wir uns an die japanischen Motoren der frühen 2000er. Honda Civic der siebten Generation: 1,7-Liter D17A – 120-130 PS, 1,7-Liter D17Z – 127 PS. Mazda6 der zweiten Generation in der GH-Karosserie: 1,8-Liter L813 – 120 PS. Wobei die schon nicht mehr so richtig in den 2000ern produziert wurde: von 2007 bis 2012. Hat vielleicht Toyota 1,8-Liter-Motoren mit 140-145 PS gebaut? Von wegen: 1,8-Liter 1ZZ-FE – 125-132 PS, 7A-FE mit demselben Hubraum – 105-120 PS, 7K-E – sogar nur 82-84. Allerdings erschien 2007 der 1,8-Liter 2ZR-FAE, und der hat tatsächlich eine höhere Leistung – 140-150 PS je nach Modifikation. Dabei säuft er Öl, spinnt oft mit dem Valvematic-System, leidet unter Ablagerungen im Ansaugtrakt und einigen anderen spezifischen Problemen eines ziemlich hochgezüchteten Saugmotors. Brauchen wir so einen von WAS? Ich bezweifle es. Übrigens hat die Hybridversion des Toyota Corolla der aktuellen 12. Generation in der E210-Karosserie eine Leistung des 1,8-Liter 2ZR-FXE von nur 98 PS, und erst zusammen mit dem Elektromotor kommen 122 „Pferdchen“ zusammen. Leistungsstark, nicht wahr?

Im Grunde haben wir viele verrückte Kommentare. Einige amüsieren mich sehr. Zum Beispiel wird in unserer Rubrik „Renderings Kolesa.ru“ oft unglaublicher Unsinn darüber verbreitet, wie wir die KI versklavt hätten, die uns kostenlos irgendwelche Bilder malt. Obwohl, wenn man den Kopf einschaltet und schaut, wer und seit wann diese Rubrik betreut, wird vieles klar: Ihr ständiger Autor Nikita Tschuiko absolvierte die Fakultät „Autodesign“ des Moskauer Automobilmechanischen Instituts der MSTU „MAMI“, arbeitet seit 19 Jahren im Design, davon 10 Jahre in unserem Team. Aber die Kommentatoren sind überzeugt, dass alle seine Renderings das Ergebnis einer KI sind, die erst vor nicht allzu langer Zeit aufgetaucht ist. Ich schweige wohl besser.

Schade ist es natürlich, dass absolut jede Nachricht negative Kommentare von Möchtegern-Experten erhält. Irgendwie glauben viele von ihnen, wenn man AWTOWAS oder GAS nicht beschimpft, gelte man als Dummkopf. Lobt man einen „Chinesen“, erntet man den Ruf eines Trottels. Nun gut, wir werden weiter damit leben. Denn die vernünftigen Leute unter unseren Lesern sind doch deutlich in der Mehrzahl, und wir freuen uns immer, wenn wir ihnen etwas Neues und Interessantes erzählen können. Aber auf solchen Unsinn zu antworten, werde ich dennoch unterlassen: Ich gelte ja ohnehin schon als Snob (genauer gesagt, sogar als „Snop“ gemäß der Rechtschreibung eines dieser Kommentatoren), also habe ich nichts zu verlieren. Obwohl ich und alle anderen Autoren allen anderen nach Möglichkeit geantwortet haben, antworten und antworten werden. Also vielen Dank an alle für das Feedback und die vernünftigen Standpunkte, die unter unseren Veröffentlichungen geäußert werden – sie sind uns wirklich wichtig und interessant.

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