
Kürzlich wurden im Netz offizielle Teaser des neuen Coupés veröffentlicht, die uns einen ersten Eindruck von seinem Erscheinungsbild ermöglichen.
Das britische Unternehmen Jensen Motors produzierte von 1934 bis 1976 Sportwagen. Das bekannteste Modell der Firma war das Coupé Interceptor, das 1966 debütierte und zehn Jahre lang bis zur Einstellung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens am Band blieb. Mit diesem Modell ist auch eine der herausragendsten Leistungen von Jensen verbunden: Auf seiner Basis wurde das Coupé FF (Ferguson Formula) gebaut, das erste Serien-Pkw mit permanentem Allradantrieb, der nicht die Geländegängigkeit erhöhen, sondern die Fahreigenschaften auf Asphalt verbessern sollte. Ein Teil des Unternehmens blieb bis in die 90er Jahre erhalten und produzierte den Interceptor sogar in kleinen Serien weiter, einen vollwertigen Nachfolger des Coupés gab es jedoch nicht.



Im Jahr 2010 wurde die Firma Jensen International Automotive gegründet, die sich auf den Ankauf und die Restaurierung alter Interceptor-Coupés mit anschließendem Weiterverkauf spezialisierte. Und in Kürze ist auch die Premiere eines völlig neuen Coupés geplant, wovon die offiziellen Teaser des Modells zeugen. Das Design des Sportwagens ist eindeutig vom klassischen Interceptor inspiriert: Hier finden sich eine ähnlich abfallende Dachlinie zusammen mit der Heckscheibe, charakteristische trapezförmige hintere Dachsäulen, ein langer Radstand und eine lange Motorhaube, ein langer hinterer Überhang und ein relativ kurzer vorderer. Die Rückleuchten sind als modische „Monobraue“ und eine Art gestrichelte Linie darunter gestaltet, in deren Mitte der leuchtende Markenname platziert ist. Die Front ist vorerst nur teilweise im Profil zu sehen, jedoch sind bereits vertikale Elemente der LED-Positionsleuchten (zwei auf jeder Seite) erkennbar, die gewissermaßen eine Anspielung auf die vier runden Scheinwerfer des klassischen Modells darstellen.


Der neue Interceptor erhält eine leichte Aluminiumkarosserie, unter der sich ein ebenfalls aus Aluminium gefertigtes Fahrgestell sowie ein aufgeladener V8-Motor befinden werden. Es wird erwartet, dass ein überarbeiteter 6,2-Liter-Motor von General Motors zum Einsatz kommt, der im Chevrolet Corvette und Cadillac CT5-V Blackwing verbaut wird. In der stärksten Version des letzteren mit dem Zusatz F1 leistet er 685 PS und 911 Nm Drehmoment. Der klassische Interceptor verwendete hingegen Chrysler-V8-Motoren.

Die Premiere des neuen Jensen Interceptor wird für etwa September erwartet. Es ist anzumerken, dass zunächst das Modell mit dem Index GTX gezeigt wird – ein Prototyp, der ausschließlich für die Rennstrecke bestimmt ist, der jedoch die Grundlage für zukünftige Serienmodelle bilden wird. In der Zwischenzeit empfehlen wir, sich mit zwei Materialien vertraut zu machen, die der Geschichte des Unternehmens Jensen gewidmet sind.










