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Ford stellt neue Elektrofahrzeugplattform UEV vor und betont Wettbewerbsvorteile bei Energieeffizienz und Kosten

Ford verlagert den Schwerpunkt seiner Elektrifizierungsstrategie auf kleinere, erschwinglichere Modelle und stellt eine neue universelle Elektrofahrzeug-Plattform (UEV) vor, um dem Wettbewerbsdruck chinesischer Marken zu begegnen. Das erste Modell dieser Plattform ist ein viertüriger mittelgroßer Elektro-Pickup mit einem Einstiegspreis von etwa 30.000 US-Dollar, der für 2027 geplant ist.

CEO Jim Farley erklärte, dass Ford durch den Einsatz eines Rennsport-Ingenieurteams eine 20- bis 30-prozentige Effizienzsteigerung auf der UEV-Plattform erzielt habe. Kernvorteile sind optimierte Aerodynamik und kleinere, effizientere Batterien.

Ford stellt neue UEV-Plattform vor und betont Wettbewerbsvorteile bei Effizienz und Kosten

Über die Hälfte des Aerodynamik-Teams in Kalifornien kommt aus der Formel 1. Farley bezeichnete dieses „Skunkworks“-Team als „eines der größten Geschenke der F1 an Ford“.

Ford gibt an, dass der kommende mittelgroße Elektro-Pickup die höchste aerodynamische Effizienz aller in den USA verkauften Pickups habe – 15 % besser als vergleichbare Verbrenner. Bei gleicher Batterie erhöht sich die Reichweite um fast 50 Meilen (ca. 80 km), die Effizienz auf der Autobahn steigt um 30 %.

Das Fahrzeug nutzt prismatische LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) für niedrigere Kosten und mehr Innenraum. Ford ist jedoch für die Produktion in den USA auf eine Lizenz von CATL angewiesen.

Der Innenraum bietet mehr Platz als ein Toyota RAV4, exklusive Frunk und Ladefläche. Fertigungstechnisch kommt Giga-Casting zum Einsatz, das die 146 Einzelteile des aktuellen Maverick-Pickups auf nur zwei reduziert.

Ein Prototyp wird bereits in Long Beach, Kalifornien, getestet. QR-Codes auf der Tarnung führen zu einer Website mit Plattformdetails.

Für Europa bestätigte Ford noch keine UEV-Modelle, aber Farley deutete eine Möglichkeit an. Bei einer Zusammenarbeit mit Renault könnten entsprechende Fahrzeuge frühestens nach 2028 kommen. Zuvor setzt Ford auf Kooperationen mit VW und Renault, um Kosten zu senken.

In Europa steht Ford unter Druck chinesischer Marken. BYD registrierte im Mai über 26.000 Neufahrzeuge (+158 %), während Ford nur 18.105 Einheiten (−32 %) verzeichnete. BYD hat Ford global bei den Verkaufszahlen überholt. Seine neueste Blade-Battery 2.0 ermöglicht bis zu 600 km Reichweite (WLTP) und Schnellladung in unter 10 Minuten.

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