
Polestar bereitet eine neue Version seines erfolgreichen Porsche Macan EV-Konkurrenten Polestar 4 SUV vor, das derzeit nur als Coupé-Variante angeboten wird. Das neue Modell wird ein sogenannter „Estate“ sein, eine Anspielung auf die Volvo-Wurzeln und das skandinavische Erbe. Tatsächlich liegt es in seiner Straßenpräsenz irgendwo zwischen Volvos alten Cross Country-Modellen und den vollwertigen XC-SUVs.
Hier bei Tests auf dem Nürburgring mit leichter Tarnung zu sehen, ist der kastenförmige Heckbereich der SUV-Karosserieform deutlich erkennbar und – Lob sei – eine richtige Heckscheibe vorhanden. Einer der umstrittensten Aspekte des Polestar 4 Coupés war das Fehlen einer Heckscheibe, stattdessen gab es ein farblich angepasstes Panel.
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Polestar umging das Sichtbarkeits- und potenzielle Klaustrophobiegefühl durch den Einbau einer Reihe von Parksensoren und einer Rückfahrkamera, die kontinuierlich ein Bild nach hinten auf einen Rückspiegel-Bildschirm überträgt. Gleichzeitig wird der Fondbereich durch ein großzügiges Panorama-Glasdach angenehm hell und luftig gehalten.
Es ist möglich, dass dieses Feature zusammen mit der vermeintlich geringeren Praktikabilität der Coupé-Karosserieform einige Käufer abgeschreckt hat. Diese SUV-Variante wird die Bedenken konservativerer Käufer zerstreuen, wenn sie am 2. September in den Verkauf geht. Sie wird das Angebot des Polestar 4 im Vergleich zum immer noch schrägheckigen Porsche Macan EV und Tesla Model Y ebenfalls erweitern.

Es wird erwartet, dass das SUV mit der gleichen Batterie- und Antriebsstrang-Palette wie das Coupé in die Modellreihe aufgenommen wird, mit einem 268 PS starken Heckmotor-Modell und einem 536 PS starken Dual-Motor-Modell, beide versorgt von einer 94 kWh (nutzbaren) Batterie. Als SUV wird es wahrscheinlich in Bezug auf die Aerodynamik-Effizienz etwas weniger windschnittig sein als die Coupé-Variante, was sich negativ auf die Reichweite auswirkt.
Der Polestar 4 hatte aus kritischer Sicht einen holprigen Start mit einer fehlerhaften Benutzeroberfläche sowie Fahrwerk und Lenkung, denen der Feinschliff fehlte. Aus Verkaufsperspektive war er jedoch ein echter Erfolg für Polestar und führte zu einer Verdopplung der Verkaufszahlen von Polestar im Geschäftsjahr 2025.
Polestar hat auch daran gearbeitet, die Probleme zu beheben. Das Modelljahr 2027 erhält leistungsstarke passive Dämpfer, neue Einstellungen für Federn und Stabilisatoren sowie neue Polyurethan-Pufferanschläge, zusätzlich zu einer strafferen Lenkung. Die Behauptung ist, dass es sich sowohl dynamischer als auch komfortabler fahren lässt.










