Laut ausländischen Medienberichten haben Forscher der University of Toronto ein neuartiges Lidar-System entwickelt, das gleichzeitig die Position, Geschwindigkeit und Materialeigenschaften von Objekten in einer Szene messen kann. Diese Art von Informationen hat ein breites Anwendungsspektrum in Bereichen wie Robotik, autonomes Fahren und Fernerkundung.

Lidar nutzt Laserimpulse, um Entfernungen zu messen und hochpräzise dreidimensionale Karten von Objekten und Gelände zu erstellen. Die meisten kommerziellen Lidar-Systeme (wie sie beispielsweise in autonomen Fahrzeugen verwendet werden) dienen jedoch hauptsächlich der Entfernungsmessung.
„Obwohl einige neuartige Lidar-Technologien auch Geschwindigkeiten messen können, erfordert die praktische Umgebungswahrnehmung oft auch Kenntnisse über die Oberflächeneigenschaften von Objekten“, sagt Dongyu Du von der University of Toronto in Kanada. „Unser neues System benötigt nur eine einzige Messung pro Scanpunkt und kann unter der Voraussetzung, dass die Laserleistung für das menschliche Auge sicher ist, Entfernungen, Geschwindigkeiten und Oberflächenmaterialinformationen mit Millimeterpräzision erfassen.“
Forscher der University of Toronto und des Netzwerktechnologieunternehmens Ciena Corporation haben dieses neuartige Lidar-System in der Fachzeitschrift *Optica* vorgestellt. Das System kombiniert innovative Analysemethoden mit handelsüblicher Telekommunikationsausrüstung und kann durch die Erfassung von Polarisationsinformationen Entfernung, Geschwindigkeit und Oberflächenbeschaffenheit wahrnehmen.
Du erklärt: „Obwohl diese Arbeit derzeit noch ein Forschungsprototyp ist, weist sie den Weg für zukünftige Sensorsysteme, die Maschinen dabei helfen könnten, die physische Welt zuverlässiger zu verstehen. Dies würde autonome Fahrzeuge sicherer machen, die Robotikleistung verbessern, die industrielle Inspektion optimieren und Sensorsysteme befähigen, unter schlechten Sichtbedingungen wie starkem Lichtblendung, dichtem Nebel oder heftigem Regen effektiv zu arbeiten.“










