
Das Internationale Eurasische Forum „Taxi“ startet eine öffentliche Diskussion über mögliche Änderungen in der Regulierung der Taxibranche, die mit Hilfe eines experimentellen Rechtsrahmens (ERR) eingeführt werden könnten.
Zur Teilnahme eingeladen sind Fahrer, Taxiunternehmen, selbstständige Beförderer, Aggregatoren und digitale Plattformen, Experten, Vertreter von Berufsverbänden und Behörden. Die Diskussion findet in Form einer anonymen Umfrage statt. Vorschläge werden bis zum 31. Juli 2026 entgegengenommen.
Der ERR ermöglicht es, neue Mechanismen zunächst in der Praxis zu testen, ihre Wirksamkeit zu bewerten und erst dann Vorschläge für die weitere Regulierung zu erarbeiten. Die Meinung der Marktteilnehmer hilft zu verstehen, welche Maßnahmen tatsächlich gefragt sind und welche Risiken im Voraus berücksichtigt werden müssen.
Im Mittelpunkt der Diskussion stehen digitale Lösungen und neue Ansätze, die die administrative Belastung verringern, die legale Arbeit auf dem Markt vereinfachen und die Sicherheit der Personenbeförderung erhöhen können. Die Teilnehmer werden gebeten, Initiativen zu bewerten, die derzeit in der Fachwelt diskutiert werden: von elektronischen Frachtbriefen und Fernüberwachung der Fahrtauglichkeit über die Vereinfachung der Anforderungen an die Fahrzeugausstattung, die Entwicklung der E-OSAGO bis hin zu neuen Regulierungsmodellen für selbstständige Fahrer.

Ein separater Fragenblock widmet sich der zukünftigen digitalen Infrastruktur: Wer soll sie entwickeln und kontrollieren, wie sollen staatliche und kommerzielle Plattformen zusammenwirken, welche Kosten sind die Marktteilnehmer bereit zu tragen und welche Risiken müssen vor dem Start des Experiments berücksichtigt werden.
Der Start der öffentlichen Diskussion ist Teil der systematischen Forschungsarbeit des IEFT zur Bewertung des Zustands der Taxibranche. Der Markt steht heute vor anhaltenden Herausforderungen: Personalmangel, steigende Kosten, komplexe Verwaltungsverfahren, territoriale Beschränkungen und die Gefahr, dass ein Teil der Beförderer in den illegalen Sektor abwandert. Dabei bleibt das Taxi ein bedeutender Teil des Verkehrssystems des Landes. Die Verfügbarkeit der Dienstleistung für Fahrgäste, die Stabilität der Unternehmen, die Sicherheit der Fahrten und die legale Beschäftigung der Fahrer hängen davon ab, wie umsetzbar, technologisch fortschrittlich und ausgewogen die Regulierung ist.

Für das IEFT ist es wichtig, dass Vorschläge zur Weiterentwicklung der Regulierung nicht nur auf der Ebene normativer Konstrukte, sondern auch unter Berücksichtigung der realen Marktpraxis – der Arbeit der Fahrer, der Wirtschaftlichkeit der Taxiunternehmen, der Möglichkeiten digitaler Plattformen, der Position der Regionen und der Erwartungen der Fahrgäste – erarbeitet werden. Parallel dazu führt das IEFT im Rahmen einer Untersuchung des aktuellen Zustands des Personentaximarktes in den Regionen eine separate Umfrage unter Taxifahrern durch. Dies wird es ermöglichen, die Experten diskussion um die Einschätzung derjenigen zu ergänzen, die täglich im Einsatz sind.
Alle Antworten und Vorschläge werden analysiert, und die Ergebnisse fließen in das Geschäftsprogramm des XIV. Internationalen Eurasischen Forums „Taxi“ ein, das am 6. und 7. August 2026 in Moskau stattfindet. Auf der Grundlage der öffentlichen Diskussion und der Debatte auf dem Forum wird das IEFT eine zusammenfassende Position erarbeiten und die Vorschläge an die staatlichen Behörden weiterleiten.

Das Internationale Eurasische Forum „Taxi“ wird seit 2011 durchgeführt und ist eine fachliche Branchenplattform für die Diskussion der Zukunft des Taxis und der urbanen Mobilität in Russland und im eurasischen Raum.
Das Forum findet am 6. und 7. August in Moskau auf dem Gelände des Internationalen Handelszentrums, Krasnopresnenskaja Nabereschnaja 12, statt.
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