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Ford und Geely gründen Joint Venture in Europa: Lokalisierung in Spanien und mindestens ein gemeinsames Modell

Ford и Geely создают СП в Европе: локализация в Испании и минимум одна совместная модель

Ford und Geely haben offiziell einen Deal bekannt gegeben, der ihnen helfen wird, ihr Geschäft in Europa zu beschleunigen. Es wird ein Joint Venture gegründet, an dem Ford einen Anteil von 66 % und die Geely-Holding einen Anteil von 34 % halten wird. Produktionsbasis des neuen Joint Ventures wird das Ford-Werk im spanischen Almussafes (Vorort von Valencia, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz) sein. Ford wird hier zwei neue Crossover-Modelle produzieren, von denen eines gemeinsam mit Geely entwickelt wird. Geely wiederum wird zwei seiner Crossover-Modelle in Valencia lokalisieren, darunter den in Russland bekannten Geely EX5.

Darüber, dass Geely sich darauf vorbereitet, im Ford-Werk in Valencia einzuziehen, wurde aus inoffiziellen Quellen bereits im Mai bekannt. Heute wurde diese Information offiziell bestätigt, jedoch mit Präzisierungen: Geely wird keinen Teil des Ford-Werks in Valencia kaufen, sondern mit Ford ein Joint Venture gründen; das Werk wird einfach in dessen Struktur eingehen. Einen konkreten Namen hat das Joint Venture derzeit noch nicht, sein offizieller Start ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen, nach Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden.

Das Ford-Werk in Valencia wurde 1976 eröffnet; hier wurden zuvor verschiedene beliebte Pkw-Modelle produziert – die Baureihe Mondeo, der Fiesta-Kleinwagen, der Kompaktvan C-Max, die Minivans Galaxy/S-Max –, aber alle sind bereits Geschichte, ohne Nachfolger erhalten zu haben. Derzeit produziert das Werk mit einer Kapazität von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr nur ein einziges Modell – den gealterten Crossover Ford Kuga der dritten Generation. Somit ist das Werk derzeit bestenfalls zu einem Viertel ausgelastet.

Im Mai kündigte Ford für Europa fünf neue Pkw-Modelle „mit Rallye-Geist“ an, die alle bis Ende 2029 auf den Markt kommen sollen. Zwei davon – subkompakte Elektrofahrzeuge auf der Plattform von Renault – ein Schrägheckmodell und ein Crossover – wird Renault in seinen Werken in Frankreich produzieren.

Die drei anderen Neuheiten von Ford für Europa sind Crossover mit verschiedenen Antriebsarten (Benzin, Hybrid, Elektro), von denen zwei im Werk in Valencia produziert werden. Einer dieser Crossover ist der europäische Bronco aus eigener Entwicklung von Ford, der sich vom chinesischen Bronco und dem amerikanischen Bronco Sport unterscheiden wird. Inoffiziellen Angaben zufolge wird dem europäischen Ford Bronco die modernisierte C2-Plattform des oben genannten Kuga zugrunde liegen. Die Produktion des europäischen Bronco beginnt im Jahr 2028.

Der zweite neue Ford-Crossover mit spanischem Standort wird ebenfalls 2028 vom Band laufen: Er wird gemeinsam mit Geely entwickelt (faktisch auf der Geely-Plattform). Offiziell wird dieser Crossover als „multifunktionales Familienfahrzeug“ beschrieben, technische Details gibt es jedoch noch nicht.

Was der dritte neue Ford-Crossover ist, bleibt vorerst ein Rätsel. Offenbar wird er nicht in Valencia, sondern in einem anderen Ford-Werk (z. B. in Rumänien) produziert und erscheint frühestens 2029.

Kommen wir nun zu Geely. In der offiziellen Pressemitteilung wird nicht gesagt, welche zwei Crossover-Modelle das chinesische Unternehmen in Valencia lokalisieren will, aber Reuters berichtet unter Berufung auf den Senior Vice President von Geely, Victor Yang, dass es sich bei einem um den mittelgroßen Geely EX5 handeln wird, der in Europa bereits als Geely E5 verkauft wird (bisher wird dieses Modell aus China importiert). Der zweite Crossover befindet sich noch in der Entwicklung, es handelt sich also um ein völlig neues Modell (wahrscheinlich ein technischer Verwandter des „multifunktionalen Familien“-Crossovers von Ford). Es wird angenommen, dass beide Geely-Crossover im Jahr 2028 im Werk in Valencia in Produktion gehen werden.

In fernerer Zukunft ist eine Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Ford und Geely in Europa möglich, das heißt, es könnten neue Modelle erscheinen, die eine vollständige Auslastung des Werks in Valencia ermöglichen.

Hinzuzufügen ist, dass laut ACEA die Verkäufe von Ford in Europa im ersten Halbjahr dieses Jahres um 15,2 % auf 192.373 Fahrzeuge eingebrochen sind, während die Geely-Holding ihre Verkäufe um 8,5 % auf 225.350 Fahrzeuge steigern konnte.

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